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Gildefahrt nach Burgenland

vom 3. bis 5. September 2004

Zusammenfassung von Rainer Antesberger
Reisebericht über den 3. September von Gunvor Raffelsberger mehr»
Foto: Rainer Antesberger

 

3. September 2004

07.15 Uhr auf dem Parkplatz zur Hölle beim Kommunalfriedhof. Morgentau liegt auf den umliegendenen Wiesen, Morgennebel beginnt sich zu heben, der Gesang der Vögel ist zu hören, die ersten Sonnenstrahlen erwärmen die Erde und eine Gruppe von Personen beginnt sich zu sammeln. Ein grün-gelber Bus trifft ein, ein gut gelaunter Buschauffeur steigt aus.

Die diesjährige Fahrt der Pfadfinder-Gilde Mülln hatte begonnen! Pünktlichkeit war angesagt, da wir unsere Abfahrt um 07.30 Uhr unbedingt einhalten wollten. Bei dieser Fahrt waren zwanzig Teilnehmer dabei.

Zuerst fuhren wir in die Landeshauptstadt von Niederösterreich, St. Pölten. Beim Landhaus bekamen wir eine Führung durch das "Landtagsschiff".

Nach einem fünfzehn Minuten dauernden Einführungsfilm wurden wir durch das "Landtagsschiff" geleitet und konnten dabei einen Blick in den Sitzungssaal des Niederösterreichischen Landtages werfen. Anschließend hatten wir noch einen Rundgang durch das Regierungsviertel, vorbei am Klangturm, dem Landesarchiv, der Landesbibliothek und zum Festspielhaus, wo wir noch kurz hineinsehen konnten. Nach dieser anstrengenden Führung ging es im Landhausstüberl an der Traisen zum Mittagessen.

Gut gestärkt ging die Fahrt direkt weiter nach Eisenstadt. Dort angekommen hatten wir eine Stadtführung. Vom Busparkplatz ging es zur Bergkirche und zum Kalvarienberg - dem 8. Weltwunder, laut unserem Stadtführer! Über einen Weg von ca. einhundert Stufen konnten wir den Lebensweg Jesus Christus in 33 verschiedenen Stationen betrachten. Bemerkenswert dabei waren die über zweihundert aus Holz geschnitzten Statuen, die besonders lebensecht wirkten. Danach ging es zum Haydnhaus, wo der Komponist der Fürsten Esterhazy sein Wohnhaus hatte. Nach einer kurzen Besichtigung dessen erreichten wir am Ende der Fußgängerzone Schloß Esterhazy. Als erstes sahen wir die schloßeigene Kapelle. Dann betraten wir die Prunkräume des Schlosses. Dabei erfuhren wir auch Wissenswertes über das Fürstengeschlecht der Esterhazy bzw. der Zeit, in der sie lebten. Nach einer langen und sehr interessanten Führung hatten wir noch kurz Zeit, den Park des Schlosses zu besichtigen.

Später fuhren wir mit dem Bus weiter in das Mittelburgenland, genauer gesagt in die Ortschaft Steinberg-Dörfl, in der Nähe von Oberpullendorf. Im Gasthof Faymannn angekommen bezogen wir zuerst unsere Zimmer. Bei einem gemütlichen Abendessen ließen wir den Tag gemeinsam ausklingen. Die Stimmung war dabei typisch müllnerisch ausgelassen - unser Gildemeister sorgte in bewährter Manier für die Heiterkeit am Tisch!

 

Landhaus Regierungsviertel mit Klangturm im Hintergrund



Durch das niederösterreichische Regierungsviertel in St. Pölten

Schloss Esterhazy


Schloß Esterhazy in Eisenstadt


Gasthof Faymann in Oberpullendorf

 

Am ersten Tag des Ausflugs, der Gilde Mülln , haben wir uns, nach der Besichtigung des Landtages und Festspielhauses in St.Pölten, aufgemacht nach der Hauptstadt des Burgenlandes, nach Eisenstadt. Das Wetter war prächtig und dieser Gildefahrt würdig.

Durch gute Planung wurden wir in Eisenstadt gleich von einem Stadtführer in Empfang genommen. Er gab sich als old boy scout zu erkennen und wusste wahrscheinlich, was ihn bei so einer Gruppierung erwartet. Bei sommerlichen Temperaturen führte er uns durch das jüdische Viertel, Unterberg , zur Kirche mit Kalvarienberg und Kapelle. Der Kalvarienberg ist für uns Gebirgler natürlich keine wirkliche Herausforderung gewesen, trotzdem haben nicht alle die ca. hundert Stufen rauf und runter geschafft. Die 33 Stationen waren aber wirklich sehenswert, vor allem die lebensechten Figuren. Wer den Weg bis noch ganz Oben bewältigte wurde mit einem wunderbaren Blick über Eisenstadt und Umgebung belohnt.

Auf dem Weg zum Haydn Museum, warfen wir noch einen Blick hinein in die bestens erhaltene Barockapotheke und machten noch einen kurzen Halt vor dem jüdischen Museum. Wir erfuhren viele Dinge aus dem damaligen jüd.Leben in Unterberg. Das Schloss Esterhazy ließen wir zunächst einmal Links liegen und machten uns auf zu Joseph Haydns Wohnsitz. 1761 wurde er ja von den Esterhazys zum Vizekapellmeister nach Eisenstadt berufen. Das Haydnhaus ist klein aber fein und sehr schön restauriert, es ist aber bis auf eine Küche aus der Zeit, doch mehr Museum als Wohnhaus. Die Sonderausstellung widmete sich Haydns Beziehung zu den verschiedenen Volksgruppen in seinem Umfeld und somit dem Einfluss ihrer Musik in seinen Werken. Für besonders Interessierte gab es auch verschiedene Musikbeispiele per Kopfhörer. Leider waren wir doch von den vielen Eindrücken etwas angestrengt, dass wir uns den Weg zu Haydns Kräutergarten ersparten. Am Rathaus vorbei ( hinten modern, vorne im alten Stil) gingen wir durch die sehr ansprechend gestaltete Fußgängerzone zum Schloss, wo wir nach sehr kurzer Verschnaufpause noch in den Genuß einer Führung kamen. Die Geschichte des Schlosses, das früher eine Burg war, ist so umfangreich wie seine Räumlichkeiten. Es wurde ständig umgebaut. Zu bestaunen sind heute der kl. chinesische Salon, der Blaue Salon, der Spiegelsaal, der rote Salon , der gr. Chinesische Salon Und der Haydnsaal. Für die Haydntage wurde in diesem Saal gerade geprobt, so konnten wir den eindrucksvollen Saal nur durch die Glastüre bewundern. In der Schlosskapelle durften wir uns ein wenig ausrasten, bei einer Kostprobe einer Haydnmesse, die uns über CD eingespielt wurde. Die Eindrücke diese Führung waren phänomenal und mussten erst verarbeitet werden. Für den Besuch des Schlossgartens samt Orangerie blieb nur wenigen von uns die Kraft, die anderen labteb sich im Schlosscafe.

Danach ging es mit dem Bus, den Kopf voller schöner Erlebnisse, Richtung Quartier, in der Nähe von Oberpullendorf.

     

4. September 2004

Nach dem Frühstück fuhren wir nach Mörbisch am Neusiedlersee. Von dort setzten wir mit dem Ausflugsschiff über zum bekannten Weinbauort Illmitz. Dann ging es in einer großen Kutsche im gemütlichen Tempo eine Stunde durch Weingärten bzw. an den Rand der Pußta. Zurück nach Mörbisch kamen wir wieder mit dem Schiff.

Nach dem Mittagessen und einem Besuch des St. Magarethener Steinbruchs hatten wir kurz Zeit, uns zu erfrischen, dann folgte schon der nächste Programmpunkt - einer Weinverkostung in Deutschkreuz. Dort konnten wir neben einem Weißwein sieben verschiedene Rotweine verkosten. So mancher Kenner hat sich dabei hervorgetan, andere wurden bestätigt, dass Bier doch das bessere Getränk sei... Den Abend verbrachten wir bei einem Heurigen in der Nähe, wo wir die neu erworbenen Kenntnisse gleich in die Praxis umsetzen konnten und unser Wissen anhand weitere Kostproben ausbauten.

 


Kleine Gasse und Pfarrkirche in Mörbisch




Unterwegs am Neusiedlersee



Die Gilde unterwegs durch die Pußta



Weinvervkostung in Deutschkreutz

5. September 2004

Heutiger Programmpunkt: Rückreise über romantische Straßen der österreichischen Alpenwelt. Wir fuhren vorbei an Wiener Neustadt auf den Semmering, wo wir die erste Rast hielten. Danach ging es über Mürzzuschlag nach Maria Zell. wo wir die berühmte Basilika besichtigten und unser Mittagessen einnahmen. Im Verlauf der weiteren Fahrt passierten wir Lassing, Hieflau, das berühmte Gesäuse (Xeis, kleinster Nationalpark Österreichs) mit seinen wilden Schluchten und machten kurz Rast vor dem Stift Admont. Über Liezen, den Pötschenpaß und durch das romantische Salzkammergut führte uns der Weg zurück nach Salzburg, wo wir wohlbehalten ankamen.

Ein besonderer Dank gebührt unserem Chauffer Sigi, der uns sicher über alle Straßen lenkte, und an Hans-Georg Keplinger, der maßgeblich für die Organisation der Reise verantwortlich war.

 


Vorbei an der Militärakadmie in Wiener Neustadt nach ...


... zur Mariazell Stiftskirche


Durch das Gesäuse...

Stiftskirche Admont
...zum Stift Admont

 
 
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